Regeln für einen guten Schlaf

Regeln

Regel 10
Entspannungstechniken brauchen Übung.

Die Entspannung ist eine Katze.

Wir sind entspannt, wenn wir ruhig und regelmäßig atmen. Die Augenlider sind ruhig. Die Glieder und Muskeln sind schlaff. Wir schwitzen nicht. Wir empfinden ein angenehmes Gefühl von Ruhe, aus dem heraus wir unangestrengt in die Schlafphase hinübergleiten. Die Entspannung hilft ungemein, einzuschlafen.

Schön wär’s weiß jeder Mensch mit Schlafstörungen. Denn je mehr man sich darauf konzentriert, entspannt zu sein, desto unentspannter wird man. Mit der Entspannung ist es wie mit einer Katze. Wenn man sie ruft, kommt sie nicht. Wenn man sie nicht ruft, ist sie da. Man erreicht sie nicht mit Hilfe von Leistung. Denn bei der Entspannung soll man eben gar nichts leisten, sondern einfach nur sein. Druck und Stress verträgt sie schon gar nicht. Deshalb tut sich unsere Gesellschaft mit der Entspannung schwer, deshalb boomen Kurse für Entspannungstechniken.

Entspannungstechniken wirken nur, wenn man sie regelmäßig jeden Tag mehrere Wochen übt.

Nicht für jede Schlafstörung ist Entspannung die richtige Methode. Wer durch eine Schlafstörung die meiste Zeit des Tages antriebslos und passiv verbringt, für den ist es wichtiger, zu Tagesaktivitäten und Lebensfreude zu finden.

Neben Meditation, Hypnose und Biofeedback, stehen Kurse für Tiefenmuseklentspannung, Yoga und Autogenes Training im Fokus.

Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen

… ist eine Tiefenmuskelentspannung, entwickelt von Edmund Jacobsen (1885 – 1976). Sie basiert auf dem Prinzip Anspannung-Entspannung. Ganz bewusst werden nacheinander alle Muskelpartien des Körpers so kräftig wie möglich angespannt und dann wieder gelockert. Durch die stärkere Durchblutung werden die Körperteile als warm und schwer empfunden. Mit längerem Üben lernt der Körper mit dieser Entspannungstechnik immer besser, bewusst von dem einen in den anderen Zustand hinüberzuwechseln und Sie können damit Entspannung steuern.

Yoga

… ist grundsätzlich keine Entspannungstechnik, sondern eine der sechs Schulen der klassischen indischen Philosophie. Sie sieht Körper und Seele als Einheit und geht von Energiezentren (Chakren) und Energieflüssen im Körper aus, die die Lebensenergie des Menschen bestimmen auf seinem Weg zur Gotteserkenntnis. In unserer westlichen Kultur sehen wir Yoga vor allem Körper bezogen.

Bei Yoga zur Entspannung werden über Körperübungen (Asanas) Muskeln und Dehnbarkeit des Körpers beansprucht, um blockierte Lebensenergie freizusetzen. Atemübungen (Pranayama) führen zu innerer Stille und einer entspannten Atmung.

Yoga ist sehr komplex. Es funktioniert nicht so einfach wie eine Gymnastikübung. Man sollte sich deshalb mit Yoga nur unter Anleitung eines guten Lehrers, einer anerkannten Schule befassen. Auf der Homepage des Berufsverbandes der Yogalehrenden in Deutschland sind entsprechende Adressen zu erfahren.

Autogenes Training

… basiert auf Autosuggestion („Ich bin ganz ruhig“), entwickelt aus der Hypnose als Entspannungstechnik. Ziel ist die Entspannung von innen her durch Selbstbeeinflussung. Es gibt sechs Grundübungen, die jeweils einen ruhigen Körperzustand suggerieren (Schwere, Wärme, Herzregulierung, Atmungsregulierung, Bauchwärme, Stirnkühlung).

Der ideale Zustand, um müde zu werden und einzuschlafen. Deshalb ist autogenes Training als Entspannungstechnik besonders geeignet für Menschen mit Einschlafschwierigkeiten. Die Suggestionen erfolgen in kurzen einfachen Sätzen. Jede Übung dauert etwa fünf Minuten und kann in Gruppen erlernt werden. Fast jedes Gesundheitszentrum oder jede Volkshochschule bieten dafür Kurse an.



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