Was sind Schlafstörungen

Ursachen

Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus

Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen reduzieren die geistige Leistungsfähigkeit und erhöhen das Risiko für Krankheiten.

Jetlag / Zeitzonenwechsel

Ein Düsen-Jet kann mit 1000 km/h mehrere Zeitzonen überfliegen, der menschliche Körper in seinem Inneren nicht. Er hat eine innere Uhr, die nach den Tages- und Nachtzeiten der Zeitzone tickt, in der man lebt. Nach dieser inneren Uhr produziert er zum Beispiel Hungergefühle, Schlafbedürfnis, hebt und senkt den Hormonspiegel und die Körpertemperatur. Die innere Uhr braucht bei den meisten Menschen etwas, um sich einer neuen Zeitzone anzupassen. Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist deshalb erst einmal aus dem Takt. Man nennt diese Phase Jetlag (englisch lag bedeutet Zeitdifferenz).

Gegen Jetlag können Melatonin-Präparate helfen. Melatonin ist ein Hormon der Hypophyse, das Schlaf anstoßend wirkt und deshalb als Einschlafmittel verwendet wird. De Eingriff in das Hormonsystem kann allerdings bei jungen Männern den Testosteronspiegel senken.

Eine stärkere Lichteinwirkung in den ersten Stunden in der neuen Zeitzone hilft, den geänderten Schlaf-Wach-Rhythmus neu anzupassen. In der Regel stellt sich die innere Uhr aber nach einer Zeit von alleine um.

Schichtarbeit

Über eine Million Menschen müssen in Deutschland in Schichtarbeit tätig sein, in Früh-, Spät- und Nachtschichten. Die wenigsten davon, weil sie das so schön finden. Vielmehr folgen sie dem Zwang der Verhältnisse. Etwa die Hälfte der Nachtschichtarbeiter klagt über Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen. Ihr Schlafzyklus ist um zwei bis vier Stunden verkürzt. Der Schlaf am Tage ist störanfälliger und erreicht nicht die Tiefe des Nachtschlafs. Neben dem Schlafmangel kann es zu erheblichen Ein- und Durchschlafschwierigkeiten kommen. Bei Nachtarbeit kommt es zu mehr Unfällen als bei Tagarbeit.

Das liegt nicht an den Schichtarbeitern, sondern an den Leistungsanforderungen, die mit den natürlichen Bedürfnissen des Körpers nicht konform gehen. Nachts, wenn der Körper die Biorhythmen verlangsamt und die Körpertemperatur senkt, ist der Spät- und Nachtschichtarbeiter gezwungen, besonders aktiv zu sein. Tagsüber, wenn die Körpertemperatur steigt und die Biorhythmen auf Aktivität eingestellt werden, soll er schlafen. Schichtarbeit zwingt die Arbeiter, ständig gegen ihre innere Uhr zu leben.

Die meisten Arbeiter haben nach kurzer Zeit den Eindruck, sie hätten sich an die wechselnden Schichten gewöhnt. Tatsächlich geht man von einer Anpassungszeit von drei Jahren aus. Manche Wissenschaftler sind der Auffassung, dass sich der Körper an die konträren Schlaf-Wach-Zeiten der Schichtarbeit nie wirklich anpassen kann.

Das Nachtleben der Abendmenschen

Die sogenannten Eulen sind genetisch bedingt Nachtmenschen und leiden nicht an Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen. Sie genießen das Nachtleben und sie können gar nicht anders. Wie im Menüpunkt Biologische Rhythmen erläutert, tickt bei Nacht- oder Abendmenschen die innere Uhr anders. Die Körpertemperatur der Eulen steigt erst in späteren Morgenstunden an als bei den sogenannten Lerchen. Und sie sinkt später in der Nacht ab. Das Absinken der Körpertemperatur ist das Signal für den Körper, müde zu werden. Bei manchen Eulen ist dieser Zeitpunkt erst gegen 3 Uhr in der Nacht erreicht.


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